▫ ▫ Geschichte

Die höchste Bergspitze der Hohen Tatra ist mit 2.655 m über N.N. die Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít) und sie ist somit gleichzeitig auch der höchste Berg in Mitteleuropa.

Was bedeutet der Name dieses enormen Berges in der Hohen Tatra? Früher erzählte man sich, dass Gerlach ein Riese war, der steinerne Haluschki aß. Um jedoch die richtige Antwort auf diese Frage zu erhalten, müssen wir allerdings weit in die Vergangenheit zurück blicken.

Gerlach ist ein Name altgermanischen Ursprungs, der sich mit „der mit dem Speer übt“, bzw. „der mit der Lanze spielt“ übersetzen lässt. Im 12. Jahrhundert lebte in den Niederlanden der Heilige Gerlach. Der alten Legende nach, war sein Lebensweg zunächst sehr schwierig, bis zu dem Zeitpunkt, als er seine innere Ruhe und Frieden fand.

Auf der Grundlage der historischen Gegebenheiten kann angenommen werden, dass die Gemeinde mit dem Namen Stolica spišských kopijníkov, die sich seit dem zwölften Jahrhundert auf diesem Gebiet befand, etwas mit dem beliebten Namen Gerlach (Speerwerfer) von dem mittelalterlichen Spiši zu tun hat.

Im vierzehnten Jahrhundert lebten hier mehrere bedeutende Träger dieses Namens. Z.B. Gerlach, der Sohn von Maynhard vom Berg Svätý Juraj (Spišskej Soboty), der unterhalb der Hohen Tatra im Jahr 1326 die Siedlung Gerlsdorf (Gerlachov) gründete. Die Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít) erhielt den Namen nach der Gemeinde, die Gemeinde Gerlsdorf (Gerlachov) nach ihrem Patron, dem Heiligen Gerlach.

Seit jeher war die Gemeinde landwirtschaftlich relativ weit entwickelt. Auch die Schafzucht spiele in der Vergangenheit eine bedeutende Rolle, ebenso wie die Herstellung von Seilen und die Verarbeitung von Hochgebirgshölzern.

Kulturdenkmäler: eine frühgotische und eine klassizistische Kirche aus dem Jahre 1799.

Hier befinden sich die Gräber der 24 Flugzeuginsassen und Soldaten, die am 9.10.1944 bei dem Flugzeugabsturz an der hinteren Wand der Gerlsdorfer Spitze (Gerlachovský štít) ums Leben kamen.

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